Anspruch: Einsteiger
Tag und Uhrzeit: 29. Juni 2009, 14:00 - 18:00 Uhr
Inhalt:
Im Falle von Performance-Engpässen, entweder des Gesamtsystems oder einzelner Anwendungen, denken viele Systemadministratoren und Entwickler in erster Linie an CPUs, Caches oder Compiler-Optionen. Dabei vernachlässigen sie häufig die Einflüsse des Solaris Kernels ebenso wie mögliche Wechselwirkungen zwischen den parallel laufenden Anwendungen auf dem System.
Diese Sichtweise geht vor allem auf das Fehlen einfach zu bedienender Werkzeuge zurück, die dynamisch beide Bereiche, Anwendung und Kernel, abdecken können und die bedenkenlos auch im produktiven Umfeld einsetzbar sind.
Diese Mängel wurden, zumindest für Sun's Betriebssystem Solaris, mit der Einführung von DTrace in Solaris 10 beseitigt.
Das Tutorial wird Einsteigern neben einer Einführung in Standard Tools wie etwa "iostat" oder "busstat" insbesondere die Möglichkeiten von DTrace nahe bringen, die eine deutlich detailliertere Sicht auf mögliche Problemzonen erlauben. Der Schwerpunkt wird hierbei auf der Analyse des Gesamtsystems liegen jedoch nicht ohne auch anwendungsnahe Szenarien in Betracht zu ziehen.
Eine Vielzahl von Beispielen und Live-Demonstrationen erlauben insbesondere Neulingen die Teilnahme. DTrace-Vorkenntnisse sind
nicht erforderlich, jedoch sind Grundkenntnisse in Solaris von Nutzen.
Referent: Thomas Nau
Mit mehr als 20 Jahren an Erfahrung zählt Thomas Nau zu den alten Hasen im Hard- und Software Umfeld.
Nach seinem Diplom-Abschluss in Physik an der Universität Ulm 1991 arbeitete er mehrere Jahre im Universitäts-Klinikum
bevor er an das Rechenzentrum der Universität wechselte. Sein Fokus liegt sein vielen Jahren in erster Linie im Bereich Betriebssysteme, vornehmlich UNIX im Allgemeinen und Solaris im Speziellen.
Nicht nur die Mitgliedschaft in den Solaris 9 und Solaris 10 Platin-Beta Programmen, sondern insbesondere auch die Teilnahme am "OpenSolaris Pilot Programm", der OpenSolaris Gruppe der ersten Stunde, garantierten ihm das notwendige Know-How um an der Spitze der technologischen Entwicklung von Solaris tätig zu sein.
Nach einigen Jahren als stellvertretender Leiter des Universitäts-Rechenzentrums ist Thomas Nau seit 2002 Leiter der "Abteilung Infrastruktur" am "Kommunikations- und Informationszentrum" der Ulmer Universität. Derzeit zeichnet die Abteilung für den reibungslosen Betrieb mehrerer campusweiter Netze, sowie einer Telefonanlage mit 14.000 Anschlüssen verantwortlich. Integraler Bestandteil sind daneben auch der Betrieb zentraler Ressourcen wie Mail, File- und Directory-Dienste sowie insbesondere auch deren kontinuierliche Fortentwicklung.
Neben seiner Familie und seiner Arbeit arbeitet er gelegentlich als Autor, EU-Consultant oder Tutor. Neben seinem Faible für asiatisches Essen praktiziert er seit einigen Jahren aktiv Shaolin Kung Fu.