Anspruch: Einsteiger
Tag und Uhrzeit: 29. Juni 2009, 09:00 - 13:00 Uhr
Inhalt:
Solaris Container sind eine Variante der Virtualisierung, bei der die Virtualisierungs-Schnittstelle oberhalb des OS Kernels liegt.
Im Vergleich zu anderen Virtualisierungen die mit virtuellen Maschinen arbeiten werden hier erheblich weniger Ressourcen benötigt, da der OS Kernel und viele der Dienstfunktionen nur einmal für viele Container benötigt werden. Dennoch können mit Solaris Containern voneinander unabhängige Ablauf-Umgebungen betrieben werden, die von den anderen Containern getrennt sind.
Die Trennung umfasst Filesysteme, Devices, Netzwerk sowie auch Nameservices - was unter anderem auch zu unabhängigen Userids führt.
Durch Resource Management lassen sich die gegenseitigen Abhängigkeiten kontrollieren bzw. ganz verhindern. Dabei können CPUs vollständig oder anteilig zugewiesen werden, sowie mehrere Container können in einem Pool von CPUs mit einem Fair-Share-Scheduler kooperieren. Hauptspeicher, virtueller Speicher und shared Memory von Applikationen eines Containers können limitiert werden. Weitere Ressourcen wie Netzwerk, Shared Segmente, Semaphore, ... können eingestellt werden.
Zunächst werden die Eigenschaften von Solaris Containern erläutert. Dann werden mehrere Anwendungsfälle betrachtet und
die dazugehörigen Best Practices werden erläutert.
Referent: Ulrich Gräf
Ulrich Gräf arbeitet seit mehr als 16 Jahren bei Sun Microsystems.
Nach einer Tätigkeit in der Vertriebsunterstützung in der Finanz-Branche war er am Aufbau des Benchmark-Zentrums für Deutschland beteiligt.
Seit 2000 betreut er deutschlandweit die Themen Solaris, OpenSolaris und Performance. Als OS Ambassador hat er eine Mittlerrolle zwischen den Kunden sowie der deutschen Feld-Organisation und dem Solaris Engineering.